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Klangschalenpflege

Pflege der Klangschalen

Die Klangschalen bestehen aus verschiedenen Metallen und bilden dadurch galvanische Elemente, das heißt es entsteht eine Spannung zwischen zwei unterschiedlichen Metallen. Es fördert die Korrosion, wenn diese Metalle mit salz- oder säurehaltigen Flüssigkeiten in Berührung kommen.

So sieht man zum Beispiel bei einer Klangschale, die vorher mit Salzwasser in Berührung kam und nachher nicht gereinigt wurde, dass nach einiger Zeit vermehrt Kupferanteile an die Oberfläche kommen. Dies wird als rötlich-brauner Fleck sichtbar. Aus diesem Grund sollte eine Klangschale immer sauber und gegen salz- und säurehaltige Flüssigkeiten geschützt werden.

Gepflegte KlangschalenNach der Fertigung der Klangschalen in Nepal und Indien werden deshalb die Klangschalen gut gereinigt, und als Schutz wird eine dünne Schicht Senföl auf die Oberfläche aufgetragen. Danach werden Sie nur noch mit Handschuhen angefasst (damit zum Beispiel kein salzhaltiger Schweiß auf die Oberfläche kommt). Ausserdem würde sich bei dem salzhaltigen Luftgehalt während des Transportes auf dem Ozean eine Korrosionsmöglichkeit ergeben.

In Nepal werden die Klangschalen mit der Asche von Reisstroh gereinigt. Die Asche wird mit Wasser befeuchtet und die Schale unter längerem Reiben gereinigt. Dies ergibt eine saubere Oberfläche. Besonders gut kann man bei sehr alten Klangschalen, die über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte so gereinigt worden sind, auch die Echtheit der Klangschale erkennen. Die Hammerspuren, die beim Schmieden der Klangschalen entstanden sind, wurden durch tausendfaches Reinigen sanft geglättet. Der eher scharfkantige Rand wird auf die selbe Weise sanft abgerundet. So kann man durch genaues Hinschauen erkennen, ob eine Klangschale wirklich alt ist oder ob sie künstlich gealtert wurde, um dadurch einen besseren Preis zu erzielen. Nach dem Reinigen mit der Asche des Reisstrohs wird dann die Schale ganz leicht mit Senföl eingerieben und unempfindlich gemacht.

In unseren Breitengraden (Europa) bedarf es in der Regel keines besonderen Schutzes für die Klangschale. Wenn Sie aber ihre Schalen schützen möchten und Ihnen die "nepalische Art" zu umständlich ist, dann probieren Sie doch folgendes:

Eine Mischung von einer Tasse billigen Essig (circa 150-200 ml) mit vier-fünf darin gelösten Esslöffeln Salz anrühren und diese Mischung auf der Oberfläche der Schale eine Zeit lang (drei-fünf Minuten) einwirken lassen (dadurch wird ein galvanischer Vorgang hervorgerufen). Danach muss die Oberfläche gut mit Wasser gereinigt werden, so dass keine Salz- oder Säurereste mehr vorhanden sind. Anschließend wird die Schale mit einem weichen Tuch ganz trocken gerieben und ganz, ganz leicht mit Bienenwachs, Senf- oder Olivenöl eingerieben. Diese Schutzschicht sollte so weit eingerieben werden, dass keine Rückstände mehr beim Aufstellen der Klangschale (zum Beispiel auf der Kleidung) vorhanden sind.

Wir reinigen und polieren unsere Klangschalen und Gongs mit dem Putzstein, einer biologisch abbaubaren Reinigungspaste.

Die Farbe der Klangschale wird sich im Laufe der Zeit verändern, je nach dem wie häufig sie geputzt wird. Will man den goldfarbenen Glanz erhalten, sollte man sie regelmäßig (circa alle zwei Monate) reinigen.

Es ist natürlich auch eine Geschmacksfrage, in welcher Patina Sie Ihre Schale haben möchten. Die Reinigung hat in der Regel keine Auswirkung auf den Klang der Schale. Nur dann, wenn über ganz lange Zeit Metall durch die Reinigung abgenommen wird, kann es zu geringfügigen Klangveränderungen kommen. Dies würde aber in der Regel über 20-30 Jahre dauern und ist im alltäglichen Gebrauch nicht bemerkbar.

Wie Sie mit Ihrer Klangschale umgehen, das entscheiden Sie selbst. Zum Beispiel haben zwei unterschiedliche Menschen von Peter eine alte, ähnlich stark verschmutzte Klangschale aus Nepal erworben. Der eine zeigt ihm am nächsten Tag seine hoch goldglänzende Klangschale voller Stolz, und erzählt ihm, wie er das bewerkstelligen konnte. Der andere kommt nach einigen Jahren mit seiner Klangschale und ist auch voller Stolz, weil in seiner Klangschale der "heilige" Dreck von Tibet noch immer so wie beim Tag des Kaufes zu sehen ist.

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